Schmucklexikon

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Naturbernstein

Vor 40 Millionen Jahren – bis heute
Die interessante Geschichte dieses einmaligen Natursteins

Lange vor den Griechen und bevor die Geschichte in Chroniken festgehalten wurde, kreuzten Handelsstraßen die „Alte Welt“, diese wurden Bernsteinstraßen genannt. Vom Norden, von der Ostsee, brachten Händler Bernstein in den Süden und den Südwesten, um diesen zusammen mit Perlen, Wachs und Honig gegen andere Waren einzutauschen. In Rom war Bernstein so begehrt, dass Kaiser Nero eine spezielle Expedition an die Strände der Ostsee schickte, um für ihn Bernstein zu sammeln. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts suchte man Bernstein bei Ebbe an den Stränden der Ostsee. Später entdeckte man große unterirdische Bernsteinvorkommen und baut diese seitdem ab. Bedingt durch das niedrige spezifische Gewicht von Bernstein, wird dieser leicht von der Strömung weggetragen und an die Strände gespült. Geht man an den Stränden entlang, kann man von Zeit zu Zeit ein Stück Bernstein finden. Das Zentrum des Bernsteinabbaues, im Gebiet der Ostsee, ist nahe Königsberg und auf der Insel Samland gelegen. Weitere, jedoch weniger wichtige Vorkommen, finden sich in Litauen, Dänemark, Rumänien, Sizilien, Burma und San Domingo.

Dies ist die Art und Weise wie Bernstein entstand

Die Herkunft von Bernstein geht nicht nur auf die Zeit der Entstehung der Menschen, sondern bereits auf die früheste Zeit der naturgeschichtlichen Entwicklung unserer Erde zurück. Echter, unverfälschter Bernstein entstand vor rund 40 Millionen Jahren. Zu dieser Zeit waren große Teile der heutigen Ostsee und anderer Regionen, wo heute Bernstein gefunden wird, mit riesigen Koniferen-Wäldern bedeckt. Das tropfende Harz sickerte in den Boden, zusammen mit kleinen Tierchen und Pflanzenteilen. Die Tannen vertrockneten, vermoderten und reicherten den Waldboden mit Harz an. Geologische Vorkommnisse waren der Grund für die Veränderung in der Erdstruktur, Land versank im Wasser. Durch den außerordentlichen Druck des Wassers auf das Harz entstanden daraus Steine. Bernstein war das Ergebnis. Die Bernsteine befinden sich in der „Blauen Erde“ (das vermoderte Holz gab dem Erdreich den Farbton), die Schicht ist ca. 9m dick und liegt in ca. 35m Tiefe. Aus einer Tonne Erdreich gewinnt man ca. 1kg Rohbernstein. Der Name Bernstein ist von dem niederdeutschen Wort Börnsteen - Brennstein (Börnen –burn- brennen) abgeleitet. Der Grund für den Namen ist darin zu sehen, dass das versteinerte Harz, d.h. die Mischung aus verschiedenen Bernsteinsäuren, die verschiedenen Harzsubstanzen und die ätherischen Öle den Bernstein leicht entflammbar machen. Die Griechen nannten Bernstein Elektron, als sie bemerkten, dass dieser sich auflud, wenn man diesen an Wolle rieb. Andere historische Namen sind glaere, lynkurer, agstein, agtstein, agetstein und amber.

Kult

Möglicherweise bedingt durch seine wundersame Eigenschaft Licht aufzunehmen und zu reflektieren (nachdem der Bernstein poliert wurde) und weil es sich um einen entflammbaren Stein handelt, auch weil er in sich Tierpartikel enthalten kann, wurde Bernstein schon immer als Kultstein, Talisman und Ornamentstein verwendet. Die Teutonen legten Bernstein in die Gräber ihrer Toten und in Afrika wird Bernstein auch noch heute als Fetisch benutzt. Sofern Perlen als „Juwelen des Meeres“ genannt wurden, so möge man Bernstein als „das Gold des Meeres“ bezeichnen. Bernstein ist kein Juwel, sondern besteht aus organischen Substanzen von botanischer Herkunft. Bernstein ist mysteriös und sehr alt – sehr alt bezüglich seiner Herkunft und seiner Popularität.

Beschaffenheit des Rohmaterials

Der Rohbernstein besteht zu 80% aus flomigen oder Bastard-Steinen (wolkig-trübe) und zu 20% aus klaren Steinen. Die Undurchsichtigkeit der trüben Steine resultiert aus kleinen Lufteinschlüssen, die beim Austritt des Harzes durch Temperaturschwankungen zustande kommen. Dieser gelb-milchige Stein macht aber nur einen geringen Teil der verkauften Menge (ca.5%) aus, daher muss dieser Stein gesondert behandelt werden, um ihn zu klären. Man erhitzt den Stein über einen längeren Zeitraum in speziellen Elektroöfen bei ca. 200°C (früher wurden die Steine in heißem Öl erhitzt). Bei dieser Temperatur verbinden sich die kleinen Lufteinschlüsse und der Stein klärt sich. Durch nochmaliges Erhitzen auf eine noch höhere Temperatur (dieses macht man auch mit den ursprünglich klaren Steinen) kann man die Steine mit den sogenannten „Flittern“ versehen. Dabei entstehen durch die noch vorhandenen Lufteinschlüsse kleine Sprünge und die Außenfarbe wird kräftiger. Diese Vorgänge bedürfen großer Erfahrung bei der Rohbernstein-Bearbeitung und setzen sehr sorgfältiges Arbeiten voraus. Der „gebrannte“ Stein verfärbt sich nur an der Außenhaut, sodass man die Verfärbung durch polieren zum Teil wieder rückgängig machen kann. Die Farben von Bernstein sind gelb in vielen Schattierungen, orange und braun. Die Farbbeständigkeit von Bernstein ist gut. Rote Schatten und ein hübsches tiefes Braun können ggf. mit der Zeit durch Oxidation entstehen.

Warum ist Bernstein grün?

Grünen Bernstein erhält man, wenn der Rohbernstein besonders stark erhitzt wird. Dadurch bekommt er viele „Flitter“ und verfärbt sich in der Oberfläche schwarz. Man lässt dann die Rückseite fast unbehandelt (es wird lediglich überpoliert und die Oberfläche wird mit farblosem Lack versehen) und schleift auf der Vorderseite die schwarze (verbrannte) Haut ab. Jetzt scheint die Rückseite schwarz-grünlich durch den fast klaren Stein. Viele „Flitter“ lassen den Stein teilweise besonders funkeln. Bernstein ist zwar brennbar und verbrennt mit starkduftender rußender Flamme, wird jedoch weder geschmolzen noch mit externen Farben behandelt.

Die Pflege des Bernsteinschmucks

Wenn Bernsteinschmuck mit etwas Sorgfalt behandelt wird, behält er jahrzehntelang seine Schönheit. Die Pflege ist relativ einfach. Leichte Verschmutzungen lassen sich durch Abreiben mit einem weichen, sauberen Tuch entfernen. Auch gegen ein Bad in lauwarmem Wasser mit einem Feinwaschmittel ist nichts einzuwenden. Hingegen sind alle alkoholhaltigen Reinigungsmittel von Übel, ebenso Sprays. Alkohol zerstört die Politur. Natürlich soll Bernsteinschmuck so aufbewahrt werden, dass er keine Kratzer und Risse bekommt. Reparaturen und Aufarbeitungen von altem oder beschädigtem Bernsteinschmuck überlässt man zweckmäßigerweise dem Fachmann.

„Naturbernstein“ und „Echt Bernstein“

Seit über 70 Jahren sind die Bezeichnungen „Naturbernstein“ und „Echtbernstein“ für Bernsteinerzeugnisse branchenüblich. Mit „Naturbernstein“ bezeichnet man alle Bernsteinwaren, die unmittelbar aus Rohstücken gearbeitet wurden. „Echt Bernstein“ ist Pressbernstein, also rekonstituierter Bernstein, der aus kleinstückigem, reinem Naturbernstein ohne jeden anderen, materialfremden Zusatz hergestellt wird. Abfälle bei der Naturbernsteinbearbeitung werden gereinigt und z.B. in Glyzerinbädern erhitzt. Dabei wird der Stein weich und lässt sich zu einer zusammenhängenden Masse formen. Unter großem Druck (bis 300atm) wird diese Masse zu Stangen und Platten gepresst. Hieraus werden dann Schmucksteine gefertigt. Diese Ware ist kaum von Naturbernstein zu unterscheiden. Man bezeichnet diese Steine auch als „Echtbernstein“. Pressbernstein findet vorwiegend als Besatzstein für Ringe, Armbänder, Kugelketten und Armbänder auf Gummizug Verwendung. Pressbernsteine sind oft trübe, wenn das Rohmaterial vorher nicht sorgfältig sortiert wurde. Pressbernstein hat die gleichen Eigenschaften wie Naturbernstein. Das Silberstudio führt ausschließlich nur Naturbernstein.

Kleine Naturbernsteinketten

Wir sind zu folgenden Hinweisen verpflichtet:
Gemäß der Richtlinie 2009/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Sicherheit von Spielzeug vom 18. Juni 2009 handelt es sich bei diesen Ketten in Konformität zu Anhang I Nr. 19 um ein „Mode–Accessoires für Kinder“ und sie sind „nicht als Spielzeug gedacht“.
ACHTUNG: Wegen der Gefahr verschluckbarer Kleinteile nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet. Bei kleinen Kindern empfehlen wir, die Ketten nur unter Aufsicht zu tragen. Desweiteren weisen wir darauf hin, dass diese Ketten keine pharmakologische Wirkung im Sinne des Arzneimittelgesetzes besitzen.
Grundsätzlich gilt:
Kinder und insbesondere Babys müssen beaufsichtigt werden (vgl. auch § 1631 BGB). Es ist daher angeraten, dass bei kleinen Kindern, die Mode-Accessoires wie Halsketten tragen, stets eine Aufsicht führende Person anwesend ist.

Natur-Bernstein Halskette für Hunde

Die elektrostatische Aufladung des Hundefells durch die Reibung mit dem unpolierten Naturbernstein kann eine abstoßende Wirkung gegen Zecken erreichen. Der natürliche, ätherische Duft der Naturbernsteinkette (die Zecken meiden ihn) kann den Schutz noch verstärken.

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Indianer Schmuck

Roter Sandstein, flache Mesas und tiefe eingeschnittene Canyons prägen die Landschaft des früheren „Wilden Westen“. Durch die Four-Corner-Staaten Arizona, New Mexico, Utah und Colorado begrenzt, liegen in diesen kargen Gebieten, die bis heute nichts von ihren wilden Schönheiten eingebüßt haben, die ältesten noch bewohnten Ansiedlungen der Vereinigten Staaten. Hier üben Stämme der Navajo, Zuni und Hopi ihre hohe handwerkliche und zu internationaler Anerkennung gereifte Kunstfertigkeit aus: Wandteppiche, Silberschmuck, Töpfereiwaren und Korbflechtereien; jedes Stück von Hand hergestellt und durch besondere Fertigkeit dem jeweiligen Künstler eindeutig zugeordnet. Indianerschmuck ist hochwertiger Schmuck aus 925er Sterling Silber und ausgewählten Natur-Türkisen. Die besondere Fertigungstechnik und Formgebung verleiht diesem Schmuck das Prädikat: Einmalig anders.

Navajo

Der größte noch geschlossen bestehende Indianerstamm ist nahezu im gesamten Nordosten Arizonas sowie in den angrenzenden Gebieten von New Mexico, Colorado und Utah angesiedelt. Hier befinden sich reichhaltige Türkis-Minen mit Steinen von hervorragender Qualität: Kingman, Bisbee, Morenci, Cerillos, um nur einige zu nennen. Typisch ist die Kombination von Sterling-Silber und Türkisen. Während die Türkise in der Regel ihre natürliche Form behalten, wird der Bearbeitung des Silbers besondere Aufmerksamkeit gewidmet. In Sandgusstechnik wird die rohe Form vorgegossen und dann in aufwendiger Schmiedekunst nachgearbeitet. Innerhalb der geradezu barocken Formfülle sind aufeinander abgestimmte Kombinationen von Ketten oder Hängern mit Ringen und Armreifen besonders beliebt. Mit diesem Indianerstamm arbeitet das Silberstudio seit 1987 eng zusammen.

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Larimar

Der Larimar, auch „Atlantis-Stein“ genannt, wird als Nationalstein, ja fast als heiliger Stein in der Dominikanischen Republik verehrt. Oberflächlich betrachtet erinnert er an einen Türkis. Erst 1974 wurde der Larimar an der Südwestküste der Dominikanischen Republik von Miguel Mendez entdeckt. Er nannte den Fund auf Grund der meerblauen Farbe („mar“ span. Meer) und den Namen seiner Tochter Larissa = Larimar. Fundort ist auch in den benachbarten Bergen. Der Larimar kommt an der einzigen Fundstelle in Adern und Gängen in Größen von einigen mm und mehreren cm vor.

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Finnlandschmuck

Annerkannte finnische Designer geben dieser Kollektion ihre typische Prägung. Jedes Schmuckstück wird sorgfältig von Hand gefertigt - als hochwertiges Einzelstück oder für komplette Sets. Die wichtigsten Materialien sind Natur-Bergkristalle und massives Sterling-Silber, das vielfach oxidiert und mattiert wird. Das Design ist so klar und kontrastreich wie die finnische Landschaft und so gradlinig und aufrichtig wie die Finnen selbst.

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Strandsand

Der aktuelle Sandschmuck wird aus Edelharz hergestellt, dieser wird verdichtet, um ihn so haltbar zu machen. Es werden verschiedene Sande verwendet, auch von der Nordsee. Es kommt dabei immer auf den Harz und die Farbe des Sandes an.

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Habe nun endlich auch zu meinem Ohrschmuck das sch...
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